Die Herren Roland, Peter, Silvio, James, Michael und Dietmar von links nach rechts vor dem Eingang zur Rennbahn Doncaster.

 

Der Reise-Bericht

England 2013 Sheffield / Doncaster / Southampton

 

1. TAG

 

Wenn man die reinen Fakten sieht ist es alles ganz einfach, 6 Mann, 1 Citroen Jumper, 4 Tage, 3 Städte, 2 X Rennbahn, 1 X Fußball.

 

Dem stehen auch 2 Fahrten mit dem Bus, 2 X Fähre, bescheidene 2 Kästen Bier, Micha´s Catering Service und nicht zuletzt 1936 Kilometer zur Seite.

 

Aber so einfach war die Sache allein schon mit den Fahrten nicht. Schon die Hinfahrt stellte sich als eine Herausforderung da, bis wir erst einmal los waren ist schon einiges an Zeit drauf gegangen, wobei ich hier nicht im Einzelnen darauf eingehen werde. Die Umgehung des Staus in der Nähe von Antwerpen war schon das erste „Highlight“, die Stadt brauche ich nicht mehr besuchen, habe alles gesehen…

 

Satte 2 Std. zu spät an der Fähre angekommen, 24 € nachzahlen und freundlich sein. Mit der Überfahrt war alles dann geregelt und so blieben uns dann nur noch „schlappe“ 394 Kilometer bis zu unserem Hotel in Sheffield. Aufgrund der langen Zeit bis zur Fähre, kam uns dieser Weg dann auch noch sehr lang vor. Bei einem Zwischenstopp auf der Autobahn Richtung Norden noch kurz die „Verwandtschaft“ von K.A. Welsing getroffen, einen Tschibo Kaffee genossen und dann die letzten Kilometer bis Sheffield, was nach Herrn Dietmars Aussage nur schlappe 4 Km von Doncaster entfernt liegt. „Dafür nehmen wir nen Zug? Können wir doch auch laufen…“, mit immer mehr Ungeduld geschafft.

 

Naja im Hotel angekommen, alles Ok, Zimmer wie immer im Holliday in Express, laut Herrn Michaels Aussage „das Hotel ohne Schrank“, dann schon einmal die erste Freude, die Karten für die Bahn-Fahrten zur Rennbahn und die Tickets für das Spiel FC Southampton – West Ham United waren an der Hotel-Rezeption für uns hinterlegt. Zimmer belegt und ab in die City. Ich bin dann mit Herrn Peter sofort zu einem Booki und was soll ich sagen? Der erste Sieger und Einlauf war unser, jeder 15 Pfund auf die Hand und weiter ging´s in einen Pub. Abendessen war angesagt, Karte war ganz ok und jeder fand seine Spezialität des Abends. Herr James und Herr Silvio probierten sofort das übliche Fish and Chips, was bei Herrn James eigentlich immer auf der Speisekarte steht. Da ich immer noch mit meinen Fuß malleste habe, war ich der erste der sich verabschiedete und zog dann Richtung Hotel. Allzu lange machten die Anderen auch nicht mehr und so ging der erste Abend sehr ruhig zu Ende.

 

2.Tag

 

Pünktlich um 7 Uhr wach und nach der Morgen-Toilette raus zum Fotos machen rund ums Hotel. Zum Frühstück, im Holliday Inn Express wie immer im Preis drin, fanden sich dann so nach und nach die Herren ein und das Rührei sowie auch der Orangensaft , der sehr lecker war, waren noch eine ganze Zeit nicht nur Gesprächsstoff. Sozusagen der Saft hatte durchschlagenden Erfolg. Nachdem die Mitfahrer ihre Karten des Tages, Zug und Rennbahn-Tickets, in Empfang genommen hatten ging´s zum ca. 600 Meter entfernten Bahnhof.

 

10 Uhr 10 ab Sheffield Station Richtung Doncaster. Den Zug bestiegen und erst einmal in sehr freundlicher Art ein paar Engländern gesagt, dass sie doch auf unseren reservierten Plätzen säßen. Muss man sich halt vorher drum kümmern, wenn man einen Sitzplatz im Zug benötigt, meine Damen und Herren.

 

Vorbei an eines der größten europäischen Einkaufszentren, der Meadowhall, ging´s an Orten vorbei, die Evelyn Hamann auch gut in ihren Sketch hätte einbauen können. Nach etwa 35 Minuten war dann Doncaster erreicht, die Busse Richtung Rennbahn standen bereit, 2,50 Pfund für Hin- und Rückfahrt, so waren wir dann schon um ca. 11.15 Uhr auf dem Doncaster Racecourse. Kein Vergleich mit Cheltenham, sehr wenig Leute waren so früh wie wir schon da, aber es war halt dann noch Zeit zum Fotos machen. Wie überall auf englischen Rennbahnen alles sehr gepflegt und durchdacht. Der Renntag selbst verlief dann ohne ganz große Vorkommnisse, wobei Herr Silvio wohl doch von seinem Anfängerglück stark profitierte. Herr James und meine Wenigkeit, Herr Roland, sorgten wieder dafür, dass unsere Wettkasse auch für den zweiten Tag gefüllt war und der erste Tag wurde mit einem kleinen Plus abgeschlossen.

 

Zurück zum Bahnhof Richtung Sheffield, in Meadowhall wurde ausgestiegen und das örtliche Shopping-Center war ein netter Abschluss des ersten Tages. Herr Peter hatte ja auch einen Auftrag einer ihm sehr nahe stehenden Person zu erfüllen, mit rosa Einkaufstasche von „Victoria´s Secret“ bewaffnet ging´s dann auch durchs Einkaufswunderland bis man in der Fressmeile bei einem China-Mann zu Abend dinierte, die feinen Herren. Obwohl die Herren James und Silvio dann doch der amerikanischen Küche eher angetan waren und dort speisten. Mit dem Bus ging´s dann zurück zum Hotel, wo sich unsere Wege dann trennten, ich ins Zimmer 1110 und der Rest in die City.

 

3. Tag

 

Alles wie am Tag zuvor, Frühstück, Zug- und Bus-Fahrt in Doncaster, aber halt an der Rennbahn schon viel mehr los. Das Klassischste aller klassischen Rennen stand auf dem Programm und das merkte man auch am Morgen schon. Viel voller als am Tag zuvor und die Frauen wieder in den üblichen dünnen Sommerkleidern und hohen Hacken, bei 12 Grad und einem doch sehr empfindlichen Wind schon eine Herausforderung, wie ich finde. Gott sei Dank hielt sich das Wetter und im Laufe des Tages wurde es immer sonniger und den typischen englischen Regen brauchten wir uns an diesem Tag nicht antun. An der Wettkasse ging heute mal gar nichts, so ging dann auch unsere Wettkasse so nach und nach dahin, dass am Ende des Tages auch nichts mehr da war. Ce la vie…außer Spesen nichts gewesen..

 

Naja, Hauptsache nicht nass geworden. Was gibt´s sonst noch vom Leger-Tag? Auch wenn man nichts getroffen hat waren es durch die Bank schöne Rennen und das siebte Rennen war dann noch ein Araber Rennen und die auch in Deutschland beheimateten Jockeys O. Peslier und A. de Fries waren in dem Rennen Eins-Zwei. So gingen wenigsten hier die deutschen Farben nicht ganz leer aus….

 

Nach dem letzten Rennen, einige Damen brauchten doch eine helfende Hand ihrer Begleiter und es war schon lustig zu sehen wie viele ihre Pumps jetzt unter dem Arm trugen und nun die von Renn-Sponsor Ladbrokes verteilten Flip-Flops an hatten, ging´s dann auch für uns zügig wieder nach Haus ins Hotel, wobei auch hier wieder wie am Vortag unsere Wege in Sheffield sich trennten, Herr Roland ins Hotel, die anderen Herren in die City. War schon teilweise sehr anstrengend für mich mit meinem Fuß. Aber Eis drauf und am anderen Tag dann weiter. Jammern kann man später immer noch.

 

4.Tag

 

Frühstück und pünktlich um 9.00 Uhr ging die Reise Richtung Southampton los. Vorbei an den Stadien von Sheffield United und Sheffield Wednesday lagen so ca. 324 Kilometer vor uns. Leicht zu schaffen an einem Sonntag und so kamen wir um ca. 13.30 Uhr in Southampton an. Zeit zu Stadtbesuch oder Hafen war jetzt auch nicht mehr so unbedingt und so hielten wir uns sofort in der Nähe des Stadions auf. Fan-Shop, Burgerbude und Getränkestand waren jetzt angesagt, bevor der Ground eingenommen wurde. Das Stadion von Southampton ist so wie man jetzt schon viele seiner Art kennt, ein in den Vereins-Farben gehüllter roter All-Seater englischer Bauweise. Der Gäste-Block war ganz gut gefüllt und ein „I´m forever blowing bubbles“ Live zu hören hat schon was. Die Heim-Fans setzten auch ein „When the saints go marching in“ dagegen, aber alles in allem nicht mit deutschen Stadien und der Stimmung in diesen zu vergleichen. Da hat der „Taylor-Report“ vor Jahren ganze Arbeit geleistet und den „Pöbel“ wohl aus den Stadien vertrieben. Versitzplatzung und hohe Eintrittspreise sei Dank. Das Spiel selbst war ein torloses Null zu Null und so schlichen wir dann doch relativ enttäuscht zum Bus. Der ein oder andere der Herren meinte sogar Fußball ganz aus dem Programm zu streichen und lieber auf Shopping-Tour zu gehen. Schaun wer mal wie die Planungen für zukünftige Fahrten ausschaut. Aber es stand ja noch eine Rückfahrt an. 18.15 Uhr Ortszeit, Navi zeigt an 228 Kilometer, voraussichtliche Ankunft an der Fähre 20.31 Uhr, ganz entspannte Fahrt Richtung Dover da unsere Fahrt für 22.45 Uhr gebucht war. Denkste…..

 

Es dauerte erst einmal eine Stunde um von Stadion weg zu kommen und die Autobahnen in Englands Süden an einem verregneten Sonntag-Abend dermaßen voll sind, dass es zum Schluss noch einmal sehr eng wurde mit der Abfahrtszeit. Aber bei dem Wetter hatte auch die Fähre Verspätung und wir fuhren um ca. 23.30 von Dover los. Um 7.00 Uhr morgens wurde dann zunächst Herr Dietmar, dann Herr Silvio gefolgt von Herrn James und Herrn Peter zu Hause abgesetzt, bevor als Letzter Herr Michael daheim war. Ich war dann auch um 7.30 Uhr zu Haus und Frau Barbara mit Enkel Ben erwarteten mich schon.

 

Danke an die Herren für eine wiederum angenehme England-Fahrt.

 

Euer Fahrer und Reise-Organisator Herr Roland        

 

Die Bahn-Tickets, die jedem Mitfahrer am Morgen beim Frühstück ausgehändigt wurde. Hier für Samstag 14.09. Hin- und Rückfahrt Sheffield - Doncaster.

Die Rennbahn-Tickets für Freitag und Samstag

Das Rennprogramm für Freitag, am Samstag sind wir alle mit der Racing-Post klar gekommen und haben kein Programm mehr zusätzlich gekauft. Dieses Exemplar hat stolze 6 Pfund gekostet und die Sieger musste man auch noch selbst finden.

Die Eintritts-Karte für das Spiel Southampton FC - West Ham United am 15.09. unserem letzten Tag auf der Insel.

                                              STADTWAPPEN VON SHEFFIELD

                                 ( Durch Gottes Hilfe profitiert der Arbeitsmarkt)

                     Stadion Hillsborough / Sheffield

 

        http://de.wikipedia.org/wiki/Hillsborough_Stadium

 

 

Hillsborough Stadion / Sheffield

In diesem Stadion kam es am 15.04.1989 zur sogenannten "Hillsborough Katastrophe" bei der 96 vorwiegend FC Liverpool Fans zu Tode kamen. Im nachhinein kam es dann zu einer lügnerischen Zusammenarbeit zwischen Polizei, der Margaret Thatcher Regierung und der Tageszeitung "The Sun", die behaupteten die Fans wären Schuld gewesen.

Erst am 12.09.2012 entschuldigte sich Premier-Minister Cameron bei den Angehörigen der Opfer für das vor 23 !! Jahren geschehene Unrecht.

Ein Besuch dieses Stadions, leider kein Spieltag von Sheffield Wednesday in dieser Woche, steht auf jeden auf dem Programm.

   


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